Notariat Prof. Dr. Frank Hartmann
Notariat Prof. Dr. Frank Hartmann

Die Geschichte des sächsischen Verfassungsrechts II

Dozent: Prof. Dr. Frank Hartmann, Notar in Dresden

 

Zeit und Ort: jeweils Donnerstag, vierzehntägig, 17.00 Uhr bis 20.00 Uhr

   Universität Leipzig, HS 16 (17.05.2018: S 420 & 28.06.2018: Burgstr. 21, R. 4.19)

 

Anzahl der Semesterwochenstunden: 2 SWS, vierzehntägig, insgesamt sechs Veranstaltungen

 

Beginn: 12. April 2018

 

Zielgruppe: Studenten ab dem zweiten Semester Jura. Die Veranstaltung ist auch für Theologie-, Geschichts-, Politologie- und Philosophiestudierende zu empfehlen, sofern sie bereit sind, sich in juristische Fragestellungen einzuarbeiten. Die Lehrveranstaltung ist ebenfalls für andere an rechtswissenschaftlichen Fragestellungen interessierte Personen offen.

 

Vorkenntnisse: Empfohlen wird der Besuch der Vorlesungen „Grundzüge der deutschen und europäische Rechtsgeschichte“ sowie der vorausgegangenen Vorlesungsreihe „Die Geschichte des sächsischen Verfassungsrechts“. Die Studierenden sollten solide Vorkenntnisse auf den Gebieten Staats- und Verfassungsrecht besitzen. Hilfreich sind auch Kenntnisse im Bereich der Rechtsphilosophie.

 

Inhalt: Die Vorlesung richtet sich an rechtshistorisch interessierte Studierende (Schwerpunktbereich „Grundlagen des Rechts“), mit denen die Zusammenhänge der Rechtsentwicklung in Deutschland und Europa am Beispiel Sachsen thematisiert werden.

 

Schwerpunkte: Die sächsische Verfassungsrechtsgeschichte wird als geschichtliches und zeitgeschichtliches Phänomen untersucht. Königreich und Freistaat sollen als Verfassungsrechtsinstitut im Wechsel der Zeiten erkennbar werden. Der Umgang von zwei deutschen Diktaturen im 20. Jahrhundert mit der verfassungsrechtlichen Kategorie des Föderalismus ist zu diskutieren. Ferner soll der heutige Föderalismus am Beispiel des Freistaates Sachsen nach 1990 als eine Anknüpfung an sein rechtsgeschichtliche Erbe erkennbar werden. Im Weiteren wird die verfassungsrechtliche Dimension von „dominium eminens“ und Restitution in Sachsen behandelt.

 

Gliederung:

 

1. Vorlesung - 12. April 2018:

  • Das sächsische Verfassungsrecht an der Schwelle vom 19. zum 20. Jahrhundert: Ein Rückblick auf die Vergangenheit.
  • Die Einbindung des sächsischen Verfassungsrechts in das Verfassungsrecht des deutschen Kaiserreichs: Fiktionen und Realitäten.

2. Vorlesung - 26. April 2018:

  • Der Umbau des sächsischen Verfassungsrechts vom Königreich zum Freistaat seit dem Jahr 1918: Revolution und Reform.
  • Die Veränderungen im kirchlichen Verfassungsrecht: Das neue Verhältnis von Staat und Kirche in Sachsen.

3. Vorlesung - 17. Mai 2018:

  • Das sächsische Verfassungsrecht der Weimarer Republik: Schauplatz der Veränderungen in Sachsen und im Deutschen Reich.
  • Das neue Staats- und Politikverständnis und seine verfassungsrechtlichen Folgen im weltlichen und im kirchlichen Bereich.

4. Vorlesung - 31. Mai 2018:

  • Das sächsische Verfassungsrecht im Nationalsozialismus – ein weißer Fleck?
  • Legalität und Legitimität im Spannungsfeld der „Gewalt des Faktischen“.

5. Vorlesung - 14. Juni 2018:

  • Das Schicksal des sächsischen Verfassungsrechts in der Zeit des real existierenden Sozialismus.
  • Kontinuität und Diskontinuität im heutigen sächsischen Verfassungsrecht seit der Weimarer Republik.

6. Vorlesung - 28. Juni 2018:

  • Exkursion (eventuelles Ziel: NKWD Vernichtungslager Mühlberg und Bibliothek des Bundesverwaltungsgerichts in Leipzig) und Gedankenaustausch zur sächsischen Verfassungsrechtsgeschichte: Erinnerung an Lebenshaltungen und Schicksale von sächsischen Juristen im ehemaligen Reichsgericht.

 

Literatur:

- Henri Poincare, Der Wert der Wissenschaft, 1906.
- Franz Wieacker, Privatrechtsgeschichte der Neuzeit, 1967.
- Erik Wolf, Fragwürdigkeit und Notwendigkeit der Rechtswissenschaft, 1953.
- Jörn Eckert, Der praktische Nutzen der Rechtsgeschichte, 2001.
- Christoph Link, Kirchliche Rechtsgeschichte, 2009.
- Ernst Rudolf Huber, Deutsche Verfassungsgeschichte, 1975.
- Christoph Degenhart, Staatsrecht I, Staatsorganisationsrecht, 2012.
- Bodo Pieroth / Bernhard Schlink, Grundrechte, Staatsrecht II, 2012.
- Michael Stolleis, Verfassungs(ge)schichten, 2017.
- Horst Dreier, Staatsrecht in Demokratie und Diktatur, 2016,
- Verfassung der Ev. - Luth. Landeskirche Sachsen und Folgegesetze,
   (Kirchgemeindeordnung, Verträge mit dem Freistaat Sachsen, etc.)
- Franz Böhme, Die Sächsischen Kirchengesetze betreffend die Verfassung
  und Verwaltung der evangelisch - lutherischen Kirche, 1914,
- Codex des sächsischen Kirchen- und Schulrechts, herausgegeben von
  Seydewitz, 1890.

 

Weiteres wird in der Vorlesung bekannt gegeben.

 

Notwendige organisatorische Veränderungen bleiben vorbehalten und werden kurzfristig bekanntgegeben.

Wohnungseigentumsrecht

Dozent: Prof. Dr. Frank Hartmann, Notar in Dresden

 

 

Zeit und Ort: jeweils Montag, 14-tägig, 09:00 Uhr bis 14:00 Uhr bzw. 14.45 Uhr

   02763 Zittau, Schliebenstraße 21, Haus 2, Raum 104

 

Zielgruppe: Studierende ab dem dritten Semester. Die Veranstaltung ist auch für andere Teilnehmer zu empfehlen, sofern sie bereit sind, sich in juristische Fragestellungen einzuarbeiten.

 

Vorkenntnisse: Empfohlen wird der Besuch der Vorlesung „Mietrecht“ (Prof. Dr. Hahn). Die Studierenden sollten, wenn möglich, Vorkenntnisse auf den Gebieten „Aufbau des Rechtssystems“, „Grundlagen des Zivilrechts“ und „Grundlagen des Sachenrechts“ besitzen. Hilfreich sind auch Kenntnisse im Bereich der Immobilien- betriebswirtschaft.

 

Inhalt: Die Vorlesung richtet sich an Studierende, die sich für Rechtsfragen im Zusammenhang mit der Bewirtschaftung von Immobilien interessieren.

 

 

Schwerpunkte:

- die gesetzlichen Grundlagen von Wohnungseigentumsrechtsverhältnissen,

- das Vertragsrecht des Wohnungseigentums

- das effiziente Management von Verträgen (Verwirklichung / Entstehung / Auflösung)

- Konfliktlösung durch Vertrag und Prozessrecht

- das Bauträgerrecht

 

Literatur:

- Palandt - Kommentar zum BGB

- Schönfelder (Gesetzessammlung)

- Wolfgang Fikentscher, Schuldrecht, Berlin/New York 1997.

- Brox / Walker, Besonderes Schuldrecht, München 2003.

- Emmerich / Sonnenschein, Miete: Handkommentar - § 535 bis 580 a BGB, Berlin/Bosten 2011.

- Schmidt / Harz, Mietrecht Kommentar, Köln 2012.

- Bärmann / Seuß, Praxis des Wohnungseigentums, München 2010.

- Jennißen, WEG Wohnungseigentumsgesetz, Köln 2012.

 

Weitere Literaturanregungen werden in der Vorlesung bekanntgegeben.

 

Gliederung:

 

1. Vorlesung: 19. März 2018:

  • Die rechtliche Struktur des Wohnungseigentumsgesetzes (WEG) und sein Verhältnis zum Sachenrecht im BGB (mit Wiederholungen).

2. Vorlesung: 16. April 2018:

  • Die Teilungserklärung im WEG und ihre praktische Umsetzung in der notariellen Urkunde.

3. Vorlesung: 30. April 2018:

  • Der Handel mit Wohnungseigentum auf der Rechtsgrundlage der §§ 3 und 8 WEG: Gemeinsamkeiten und Unterschiede bei der Vorbereitung und dem Vollzug der diesbezüglichen notariellen Urkunden.

4. Vorlesung: 14. Mai 2018:

  • Der Zusammenhang von Wohnungseigentum, Bauträgerrecht und Wohnungsmietrecht.
  • Die Verwaltung von Wohnungs- und Gewerberaummietobjekten (Streitlösungsmöglichkeiten).
  • Der Wohnungseigentumsrechtsprozess unter besonderer Berücksichtigung des Zivilprozesses, der Zwangsvollstreckung und der Rechtsmittel sowie des Kostenrechts.

5. Vorlesung: 28. Mai 2017:

  • Rechtsprobleme und Praxis bei der Verwaltung von Wohnungseigentum mit Schwerpunkt bei der Rolle der Versammlung und der Gemeinschaft der Wohnungseigentümer sowie der Verwalter.
  • Außergerichtliche Streitlösungsmöglichkeiten.
  • Der Bauträgervertrag.
  • Rechtspraxis bei der Errichtung, Finanzierung und Verwaltung von Wohnungseigentumsanlagen
  • Eventuell Vertiefungssveranstaltung mit Exkursion.

 

Notwendige organisatorische Veränderungen bleiben vorbehalten und werden kurzfristig bekanntgegeben.

Adresse:

Notariat

Prof. Dr. Frank Hartmann
Regerstr. 6
01309 Dresden

 

Kontakt:

Telefon: 0351-3137727

Fax: 0351-3137728

E-Mail: Kontakt@Notariat-Hartmann.de

 

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